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acht Laptops vom Lions Club Ellerbek Rellingen und eine Deutschstunde mit ganz besonderem Gast sind heute unsere Themen für Sie. Außerdem: Bilderstrecken zum gemeinsamen Kochen und einem Reit-Nachmittag in Tangstedt sowie eine organisatorische Meldung.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen wie immer 
Ihr Kommunikationsteam

PS: Haben Sie Anregungen oder Fragen? Schreiben Sie uns via kommunikation@ellerbek-hilft.de!

Der Lions Club übergibt ELLERBEK HILFT 8 Laptops. V.l.n.r.: Thomas Müller (aktueller Präsident Lions Club Ellerbek Rellingen), Thomas Rudolph (Lions-Club-Mitglied), Mahmoud Ziena (aus Syrien Geflüchteter), Uwe Watteroth (Sprecher ELLERBEK HILFT)

Sensationelle Spende des Lions Club: Acht Laptops für ELLERBEK HILFT

 

Der Lions Club Ellerbek Rellingen hat uns am vergangenen Montag sage und schreibe acht fabrikneue Laptops im Wert von mehr als 3.000 Euro übergeben. Mit diesen Notebooks können Ellerbeker Geflüchtete an einem Online-Deutschkurs des Volkshochschulverbands teilnehmen. So kann sich jeder Teilnehmer selbstständig auf die Prüfungen des Goethe-Instituts vorbereiten. Die dort vergebenen Zertifikate sind essenziell für den Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums und für den Einstieg in die Arbeitswelt in Deutschland. Die Laptops bleiben Eigentum des Lions Club. Das Pinneberger Tageblatt berichtete ausführlich über diese bemerkenswerte Spende (absolut lesenswert). Und wir freuen uns riesig! 

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V.l.n.r.: Die ELLERBEK-HILFT-Mitarbeiter Uwe Watteroth, (Sprecher), Heike Rix (Deutschunterricht) und Angelika Oplesch (Kommunikation) mit ihrem Special Guest Khaled Bouamoud

 

Mit dem Grundgesetz und der Broschüre "Willkommen in Deutschland", beides in arabischer Sprache, in den Händen: die ELLERBEK-HILFT-Mitarbeiter Uwe Watteroth, Heike Rix und Angelika Oplesch mit Khaled Bouamoud (v.l.n.r.)

Wie sind wir in Deutschland politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich organisiert? Welche Änderungen bringt das neue Integrationsgesetz mit sich? Was macht die deutsche Kultur aus? Der Deutschunterricht widmete sich am vergangenen Dienstag dem Thema "Das Leben in Deutschland". Der Ellerbeker Unternehmer Khaled Bouamoud brachte den anwesenden Geflüchteten auf Arabisch nahe, worauf es aus seiner Sicht ganz besonders ankommt und wie es ihm selbst ergangen ist, als er als junger Mann aus Tunesien nach Deutschland kam. "Mein Abitur wurde in Deutschland nicht anerkannt, deshalb habe ich zunächst einen Kursus besucht, dann konnte ich mein Studium beginnen," erinnerte er sich. "Neben dem Lernen war es mir von Anfang an sehr wichtig, so schnell und so gut wie möglich Deutsch zu lernen und mich hier zu integrieren und zu engagieren. Eigeninitiative war und ist das A und O." Heute betreibt Khaled Bouamoud zusammen mit seiner Frau ein erfolgreiches Investmenthaus.

Das Interesse seitens der Geflüchteten an seinen Schilderungen und Tipps war riesig. Viele Fragen rund um den Einstieg in die Ausbildung, das Studium oder den Beruf wurden lebhaft diskutiert. Nach eineinhalb Stunden beschlossen alle Beteiligten kurzerhand, sich so bald wie möglich wieder zu treffen, um mit ganz konkreten Plänen an die Informationen von heute anzuknüpfen. Denn zuhause warteten die Hausaufgaben für den Integrationskurs, die Kinder oder der Ehepartner. "Wir sind Khaled Bouamoud außerordentlich dankbar dafür, dass er sich die Zeit nimmt, um die Arabisch sprechenden Ellerbeker Geflüchteten bei ihrem Weiterkommen hier in Deutschland so kompetent und so authentisch zu unterstützen," sagt ELLERBEK-HILFT-Sprecher Uwe Watteroth. "Wer könnte die Kernthemen besser vermitteln - noch dazu in der Muttersprache - als ein Mann, der die Anfangshürden im fremden Land selbst genommen hat und hier seit vielen Jahren als Unternehmer erfolgreich ist."
Zum Nachlesen nahm jeder Teilnehmer eine Mappe mit nach Hause, in der die wichtigsten Informationen noch einmal stichpunktartig zusammen gefasst waren. Die Übersetzung der Unterlagen ins Arabische verdankt ELLERBEK HILFT dem Syrer Rami Al Maki aus Rellingen. Er ist vor zehn Monaten mit seiner Familie nach Deutschland gekommen und rät seinen Landsleuten, es ihm gleich zu tun: Er habe von Anfang an ohne Unterbrechung an Deutsch- und Integrationskursen teilgenommen, immer den Kontakt zu Deutschen gesucht, und er nehme an vielen sozialen Aktivitäten teil. "Ich empfehle, zusätzlich zu den Kursen jeden Tag mindestens zwei Stunden intensiv zuhause zu lernen und möglichst mit allen Freunden Deutsch zu sprechen," so sein Rat. 

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Platz da! Hier wird getrabt wie bei den Profis.

 

... liegt auf dem Rücken der Pferde, heißt es. Zwölf Kinder Ellerbeker Geflüchteter hatten die Gelegenheit, das Sprichwort auf seinen Wahrheitsgehalt zu testen. Es trifft voll und ganz zu: Nach drei Stunden sahen wir in wunschlos glückliche Kindergesichter. Gespendet hat uns den herrlichen Reitnachmittag in Tangstedt Daniela Landgraf. Sie hilft mit ihrer Outdoor-Akademie Menschen, nach akuten Krisen wieder auf die Beine zu kommen und in ihrem Selbstwertgefühl zu wachsen. Eine ihrer Spezialitäten ist die pferdegestützte Therapie.

Bilder sagen mehr als Worte: Sehen Sie selbst, wie viel Spaß die Kindern mit den Pferden hatten und klicken Sie hier: Mehr...

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Team Afghanistan diskutiert die Kochstrategie.

 

Ein wunderbar würziger Duft zog durch die Gemeinschaftsschule Rugenbergen, denn in der Schulküche herrschte emsiges Treiben: Ellerbeker Geflüchtete und Helferinnen von ELLERBEK HILFT schnibbelten, stampften, rührten und brutzelten zum ersten Mal gemeinsam. Auf dem Speiseplan standen landestypische Gerichte aus Syrien, Afghanistan und Deutschland.

Und siehe da: Als die Köstlichkeiten auf dem Tisch standen, waren aus den zehn ursprünglichen Teilnehmern stiekum mehr als 18 geworden. Sie alle haben den Abend und die leckeren Gerichte der jeweils anderen Länder sehr genossen. Unser herzlicher Dank gilt der großzügigen und unkomplizierten Gastfreundschaft der Rektorin Maike Hinrichsen. Es hat Riesenspaß gemacht und weil's so schön war, heißt es im November: auf ein Neues! 

Klicken Sie auf "Mehr", um die Bilder vom Kochspaß zu sehen: Mehr...

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Eine veränderte Aufgabenverteilung beim Amt Pinnau erlaubt die Übernahme ordnungspolitischer Aufgaben und damit der formalen Flüchtlingskoordination für Ellerbek.
Wer macht nun was?
Alle Hausverwaltungsthemen rund um die Unterkünfte wie Ausstattung, Instandhaltung, Reparaturen, Müllentsorgung, Kommunikationstechnik, Elektrik, Gas, Wasser und Heizung sowie Hausmeister-Aufgaben liegen im Verantwortungsbereich des Amt Pinnau. Außerdem haben die Rellinger KollegInnen Kontrollfunktionen inne wie beispielsweise die Anwesenheitsüberprüfung inklusive Hausbesuche bei den Geflüchteten und Begehungen der Unterkünfte in Rücksprache mit ELLERBEK HILFT.
Abgesehen von den Tätigkeiten rund um die Unterkünfte schließen unsere ELLERBEK-HILFT-Aktivitäten unverändert die Unterstützung der Geflüchteten durch die Lotsen genauso wie den Deutschunterricht ein, ebenso die Kleiderkammer, die Fahrradwerkstatt, unsere Veranstaltungen, die Akquisition von Sach- und Geldspenden, das Management des Möbellagers, die rechtliche Beratung der Geflüchteten sowie die Erstbegrüßung von Neuankömmlingen. Wie gehabt fungieren außerdem Jörg Schnelle und Uwe Watteroth, unterstützt von einem vierköpfigen Organisationsteam, als Schnittstelle zum Amt Pinnau. 

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