08 Feb

Bitte melden: Hausaufgabenhilfe in Rugenbergen gesucht

Für die Ellerbeker Flüchtlingskinder an der Offenen Ganztagsschule der Gemeinschaftsschule Rugenbergen suchen wir dringend Hausaufgabenhilfen an einem bis drei Nachmittagen pro Woche für jeweils eine Stunde. Pädagogische Kenntnisse sind nicht erforderlich.

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Schule ist schon für viele Einheimische nicht die leichteste Übung. Kinder, die unsere Sprache und unsere Schrift erst lernen müssen, haben es da umso schwerer. Sechs der Ellerbeker Flüchtlingskinder sollen deshalb an der
Offenen Ganztagsschule (OGTS) der Gemeinschaftsschule Rugenbergen teilnehmen. An maximal vier Tagen der Woche können sie hier von 13:45 bis 14:30 Uhr von der Hausaufgabenbetreuung profitieren. Vorher stärken sich die Kinder beim gemeinsamen Mittagessen, hinterher bietet die Schule bis 16:00 Uhr ein vielfältiges Kursprogramm von Mathe, Englisch und Deutsch über Sport, Musik und Theater bis zu Computer, Lego und Hip Hop.

Die Lehrkräfte der Gemeinschaftsschule und die Leiterin der OGTS würden sich sehr über Helferinnen und Helfer freuen, die sich in dieser Dreiviertelstunde “unserer” Kinder und ihrer ganz speziellen Lernbedürfnisse annehmen. Natürlich ist eine enge Abstimmung zwischen Lehrkräften und Helfern sichergestellt.

Haben Sie Interesse? Rufen Sie uns unter 0173/2632118 (Heike Rix) an oder schicken uns eine E-Mail an deutschkurs@ellerbek-hilft.de. Bevor Sie sich endgültig entscheiden, besuchen Sie zusammen mit uns die Schule an einem Nachmittag, um das Angebot und den Ablauf der OGTS kennenzulernen und Ihnen einen Eindruck davon zu geben, wie Ihre Hilfe konkret aussehen würde.

07 Feb

Maqluba meets Rote Grütze

Maqluba bedeutet: auf den Kopf gestellt. Und genau das passiert auch nach dem Kochen. Das Reisgericht kommt ursprünglich aus Palästina, es ist aber auch in Syrien sehr populär.

Maqluba bedeutet: auf den Kopf gestellt. Und genau das passiert auch nach dem Kochen. Das Reisgericht kommt ursprünglich aus Palästina, es ist aber auch in Syrien sehr populär.

Mit Freunden kochen macht einfach Spaß, erst recht in der toll ausgestatteten Lehrküche der Gemeinschaftsschule Rugenbergen. Bei unserem dritten Kochabend vermischten sich wieder einmal köstliche exotische Aromen mit den vertrauten Düften unserer heimischen Küche: Aus Syrien gab’s Maqluba, Shish Barak und Okraschoten auf syrische Art (Beispielrezept); aus Afghanistan – zur großen Freude der anwesenden Kinder – Pizza. Das ELLERBEK-HILFT-Team wartete mit Zucchini-Puffer mit Kräuterjoghurt und Roter Grütze auf. Zum Nachkochen bitte einfach auf den gewünschten Link klicken – viel Spaß! Weiterlesen

22 Jan

Post aus Berlin – die Kanzlerin lädt uns ein

Jeder kennt das. Routinemäßig gehen Sie Mittags zum Briefkasten. Vor Ihrem geistigen Auge sehen Sie schon den üblichen Inhalt: die Stromrechnung, den gelben Zettel vom Paketzustelldienst „Sie waren nicht zuhause, wir konnten nicht zustellen…“, die Werbung der Klassenlotterie. Und dann DAS!

Kanzlerin Merkel lädt einen Vertreter von ELLERBEK HILFT nach Berlin ein.

Kanzlerin Merkel lädt einen Vertreter von ELLERBEK HILFT nach Berlin ein.

Keine Geringere als Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich bedankt sich in einem Brief bei allen Helferinnen und Helfern von ELLERBEK HILFT für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe.

Sie bittet uns, eine besonders engagierte Person aus unseren Reihen zu benennen, die im März zu einer Veranstaltung der Kanzlerin, die sich ausschließlich den vielen Ehrenamtlichen widmet, nach Berlin fährt.

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung. Und der DFB-Pokal-Schlachtruf „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ hat plötzlich eine ganz neue Bedeutung.

16 Jan

Buch-Tipp: „Unter einem Dach“ – Ein Syrer und ein Deutscher erzählen

Unter einem DachWas der Zeit-Reporter Henning Sußebach und der aus Syrien geflüchtete Amir Baitar im Dialog über die Monate ihres gemeinsamen Lebens „Unter einem Dach“ erzählen, ist erhellend, überraschend und oft auch komisch. Sie verklären nichts, sondern sind ehrlich, beschreiben ihre Ängste genauso wie die Momente der Annäherung. Es ist ein emotionales, erkenntnisreiches Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt.

Über das Buch (Rowohlt): Der Zeit-Reporter Henning Sußebach, seine Frau und deren zwei Kinder haben im Dezember 2015 das Arbeitszimmer geräumt und dem aus Syrien geflohenen Studenten Amir Baitar Obdach gewährt. Der Alltag beider Seiten ist seitdem voller Fragen: Dürfen sich die Eltern vor den Augen ihrer Kinder küssen, auch wenn der Gast das seltsam findet? Wie soll ein Muslim in einem engen Gästebad die rituelle Reinigung vollziehen? Und kann die Familie sonntags «Tatort» gucken, wenn zeitgleich auf Al Jazeera von Gräueltaten in Syrien berichtet wird? Die Eltern und Kinder staunen, als der Gast ihr Haus mit seiner Mekka-App vermisst. Und Baitar versteht nicht, dass in der Familie die Frau mit dem Auto zur Arbeit fährt und der Mann das Fahrrad nimmt.

Baitar und Sußebach erzählen in diesem Buch, wie das Zusammenleben funktioniert. Offen und schonungslos berichten sie von Erfahrungen, Missverständnissen und Einsichten. Mal beziehen sich die Autoren aufeinander, mal sind sie ganz bei sich, mal sind sie sich einig, mal uneins. So entsteht ein Dialog voll unbequemer Wahrheiten, unerwarteter Komik und ermutigender Gedanken. Das ist amüsant, überraschend und immer erhellend. Gemeinsam machen die Autoren eine gesellschaftliche Aufgabe auf eine persönliche, sehr berührende Weise greifbar. Man bekommt eine Ahnung davon, wie sie gelingen kann, die Integration – wie „wir das schaffen“ können.

«Ich habe manchmal auch Angst angesichts dessen, was gerade auf der Welt passiert. Ich würde lügen, wenn ich sagte, Integration sei ein Selbstläufer. Vor allem aber bin ich ernüchtert angesichts derer, die sich von ihren Sorgen lähmen lassen. Die maulen statt machen. Die vom Scheitern quatschen, während sie zum Gelingen beitragen könnten. Warum vermitteln all jene, die jetzt Angst um unsere westlichen Werte haben, genau diese Werte nicht?! Wann, verdammt, war die Chance zu einer Neuerfindung der Welt größer als jetzt?»

15 Jan

Prost Neujahr, Ellerbek!

Gastgeber Günther Hildebrand war beim Neujahrsempfang nonstop im Gespräch mit Ellerbekern und Gästen

Gastgeber Günther Hildebrand war beim Neujahrsempfang nonstop im Gespräch mit Ellerbekern und Gästen

Wie in den vergangenen Jahren folgten auch diesmal zum Jahresbeginn wieder zahlreiche Ellerbekerinnen und Ellerbeker der Einladung des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang im Spiegelsaal. ELLERBEK HILFT war mit einem guten Dutzend Helfern und Geflüchteten vertreten. In seiner Ansprache gab Günther Hildebrand dem Ehrenamt in Ellerbek viel Raum. Er bedankte sich namentlich bei den Vorständen, Sprechern oder Organisatoren aller in der Gemeinde aktiven Gruppen für ihr Engagement. Und die Liste war lang – vom Kinderkleidermarkt über die Feuerwehr bis zum Sportverein sind zig Gruppen in allen erdenklichen Bereichen in Ellerbek aktiv. Das anschließende Networking bei Kaffee und Kuchen geriet für einen jungen Neuellerbeker aus dem Irak zum Volltreffer: Er fand einen Aushilfsjob, mit dem er die Wartezeit bis zum Start seines B2-Deutschkurses überbrücken kann. Die A1-, A2- und B1-Kurse hat er bereits erfolgreich absolviert; mit dem Goethe-Zertifikat B2 könnte er sogar Germanistik studieren.

Jörg Schnelle, Bernd Haupthoff und Uwe Watteroth von ELLERBEK HILFT nutzten die Gelegenheit zum Informationsaustausch mit Heidi Mohr vom Amt Pinnau (v.r.n.l.)

Jörg Schnelle, Bernd Haupthoff und Uwe Watteroth von ELLERBEK HILFT nutzten die Gelegenheit zum Informationsaustausch mit Heidi Mohr vom Amt Pinnau (v.r.n.l.)

ELLERBEK HILFT war mit einem guten Dutzend Helfern und Geflüchteten beim Neujahrsempfang vertreten

ELLERBEK HILFT war mit einem guten Dutzend Helfern und Geflüchteten beim Neujahrsempfang vertreten

04 Dez

Die heimlichen Sterneköche von Rugenbergen

Naaa, wie ist die Suppe? Sag jetzt nichts Falsches!

Naaa, wie ist die Suppe? Sag jetzt nichts Falsches!

Beim zweiten Kochabend in der wunderbaren Lehrküche der Gemeinschaftsschule Rugenbergen waren wieder Frauen und Männer aus Afghanistan, Deutschland, dem Iran, dem Irak und Syrien mit Kochlöffel und Suppenkelle bei der Sache. Aus dem Irak gab’s diesmal geschnetzeltes Huhn mit Milchreis, Sesampaste und Pinienkernen. Team Afghanistan verwöhnte uns mit Hackbällchen (Kofta) mit Basmatireis, die Köchinnen aus dem Iran steuerten Khoreshte Gheme mit Reis und Pommes Frites zum Gelingen des Abends bei, und Team Syrien glänzte mit Frieke (Grünkerneintopf) und Riz bil Halib (Milchreis). Die Ellerbeker Mannschaft servierte eine Hokkaido-Kürbissuppe und Bratäpfel. Wir freuen uns auf das nächste gemeinsame Brutzeln am 1. Februar 2017! Weiterlesen

03 Dez

Der nächste Sommer kommt bestimmt

So viel Zeit muss sein: Bitte recht freundlich, liebe Helfer und Bewohner.

So viel Zeit muss sein: Bitte recht freundlich, liebe Helfer und Bewohner! An einem Samstagvormittag im November hat die gemischte GaLaBau-Crew von Wolf Tiefbau und ELLERBEK HILFT mit dem Anlegen einer Terrasse begonnen.

Die Rehe hatten den Garten längst in ihr Revier eingemeindet. Während das Haus im Altdorf unbewohnt war, sah man sie gelegentlich mit Kind und Kegel direkt am Haus äsen. So wild und dicht war das Buschwerk auf dem Grundstück rund ums „kleine Grüne“ gewachsen. Für die neuen Bewohner war der Garten indes genau deshalb nicht nutzbar. Auf Initiative von Bernd Haupthoff von ELLERBEK HILFT und mit der großzügigen, tollen Unterstützung von Peter Wolf (Wolf Tiefbau Ellerbek) und Mitarbeitern sowie Hass + Hatje (Platten) – dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön! – entsteht nun eine 25 qm große Terrasse. In einer Samstagvormittag-Aktion im November hat das Team das Gröbste bereits geschafft. Noch ein weiterer Samstag, und der Sommer kann kommen. Weiterlesen

02 Dez

Fahrräder gesucht

Fahrräder gesucht

fahrradUnsere Fahrradwerkstatt meldet akuten Bedarf an einsetzbaren Drahteseln für Damen, Herren und Kinder. Über Hinweise freuen wir uns sehr über fahrrad@ellerbek-hilft.de und sagen schon im Voraus: Danke schön.

30 Nov

Afghanistan-Adventskalender: Schicksalsgeschichten statt Schokolade

adventskalender-nordkirche

 

Die Nordkirche hat einen Afghanistan-Adventskalender im Internet zusammengestellt. Vom 1. bis zum 24. Dezember lässt sich auf dem Portal www.afghanistan-adventskalender.de täglich ein neues Türchen mit einer Geschichte öffnen, wie die kirchliche Flüchtlingsbeauftragte Dietlind Jochims am Dienstag in Hamburg mitteilte. Statt um Schokolade gehe es um Schicksale von Menschen und Familien aus Afghanistan – und darum, wovon „Politiker sprechen, wenn sie von einem sicheren Land reden“, sagte die Pastorin.

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