Hallo ,

zunächst einmal wünschen wir Ihnen ein frohes und gesundes neues Jahr. Gestatten Sie uns einen kurzen Rückblick: Wir möchten den vielen Spenderinnen und Spendern, die die Ellerbeker Geflüchteten in 2016 mit großzügigen Sach- und Geldspenden unterstützt haben, an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön sagen!

Auf uns bei ELLERBEK HILFT warten auch in diesem gerade begonnenen Jahr wieder zahlreiche Aufgaben und Projekte, die wir mit dem gleichen Schwung und mit unverändertem Team angehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Sprachbildung, Ausbildung und das Finden von Arbeits- und Praktikaplätzen für unsere neuen Nachbarn.

Wir halten Sie gern auf dem Laufenden. Und natürlich freuen wir uns auch weiterhin über jede Unterstützung. Suchen Sie beispielsweise Arbeitskräfte, Praktikanten oder Auszubildende? Jeder Hinweis hilft uns!

Herzlichst,
Ihr ELLERBEK-HILFT-Team

---
Kanzlerin Merkel lädt einen Vertreter von ELLERBEK HILFT nach Berlin ein.

Jeder kennt das. Routinemäßig gehen Sie Mittags zum Briefkasten. Vor Ihrem geistigen Auge sehen Sie schon den üblichen Inhalt: die Stromrechnung, den gelben Zettel vom Paketzustelldienst "Sie waren nicht zuhause, wir konnten nicht zustellen...", die Werbung der Klassenlotterie. Und dann DAS! 

Keine Geringere als Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich bedankt sich in einem Brief bei allen Helferinnen und Helfern von ELLERBEK HILFT für ihr Engagement in der Flüchtlingshilfe.

Sie bittet uns, eine besonders engagierte Person aus unseren Reihen zu benennen, die im März zu einer Veranstaltung der Kanzlerin, die sich ausschließlich den vielen Ehrenamtlichen widmet, nach Berlin fährt.

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung. Und der DFB-Pokal-Schlachtruf "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" hat plötzlich eine ganz neue Bedeutung.

---
Gastgeber Günther Hildebrand war beim Neujahrsempfang nonstop im Gespräch mit Ellerbekern und Gästen

 

Wie in den vergangenen Jahren folgten auch diesmal zum Jahresbeginn wieder zahlreiche Ellerbekerinnen und Ellerbeker der Einladung des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang im Spiegelsaal. ELLERBEK HILFT war mit einem guten Dutzend Helfern und Geflüchteten vertreten. In seiner Ansprache gab Günther Hildebrand dem Ehrenamt in Ellerbek viel Raum. Er bedankte sich namentlich bei den Vorständen, Sprechern oder Organisatoren aller in der Gemeinde aktiven Gruppen für ihr Engagement. Und die Liste war lang - vom Kinderkleidermarkt über die Feuerwehr bis zum Sportverein sind zig Gruppen in allen erdenklichen Bereichen in Ellerbek aktiv. Das anschließende Networking bei Kaffee und Kuchen geriet für einen jungen Neuellerbeker aus dem Irak zum Volltreffer: Er fand einen Aushilfsjob, mit dem er die Wartezeit bis zum Start seines B2-Deutschkurses überbrücken kann. Die A1-, A2- und B1-Kurse hat er bereits erfolgreich absolviert; mit dem Goethe-Zertifikat B2 könnte er sogar Germanistik studieren.

Jörg Schnelle, Bernd Haupthoff und Uwe Watteroth von ELLERBEK HILFT nutzten die Gelegenheit zum Informationsaustausch mit Heidi Mohr vom Amt Pinnau (v.r.n.l.)

ELLERBEK HILFT war mit einem guten Dutzend Helfern und Geflüchteten beim Neujahrsempfang vertreten

---
Unter einem Dach

Was der Zeit-Reporter Henning Sußebach und der aus Syrien geflüchtete Amir Baitar im Dialog über die Monate ihres gemeinsamen Lebens "Unter einem Dach" erzählen, ist erhellend, überraschend und oft auch komisch. Sie verklären nichts, sondern sind ehrlich, beschreiben ihre Ängste genauso wie die Momente der Annäherung. Es ist ein emotionales, erkenntnisreiches Buch, das man nicht mehr aus der Hand legt.

Über das Buch (Rowohlt): Der Zeit-Reporter Henning Sußebach, seine Frau und deren zwei Kinder haben im Dezember 2015 das Arbeitszimmer geräumt und dem aus Syrien geflohenen Studenten Amir Baitar Obdach gewährt. Der Alltag beider Seiten ist seitdem voller Fragen: Dürfen sich die Eltern vor den Augen ihrer Kinder küssen, auch wenn der Gast das seltsam findet? Wie soll ein Muslim in einem engen Gästebad die rituelle Reinigung vollziehen? Und kann die Familie sonntags «Tatort» gucken, wenn zeitgleich auf Al Jazeera von Gräueltaten in Syrien berichtet wird? Die Eltern und Kinder staunen, als der Gast ihr Haus mit seiner Mekka-App vermisst. Und Baitar versteht nicht, dass in der Familie die Frau mit dem Auto zur Arbeit fährt und der Mann das Fahrrad nimmt.

Baitar und Sußebach erzählen in diesem Buch, wie das Zusammenleben funktioniert. Offen und schonungslos berichten sie von Erfahrungen, Missverständnissen und Einsichten. Mal beziehen sich die Autoren aufeinander, mal sind sie ganz bei sich, mal sind sie sich einig, mal uneins. So entsteht ein Dialog voll unbequemer Wahrheiten, unerwarteter Komik und ermutigender Gedanken. Das ist amüsant, überraschend und immer erhellend. Gemeinsam machen die Autoren eine gesellschaftliche Aufgabe auf eine persönliche, sehr berührende Weise greifbar. Man bekommt eine Ahnung davon, wie sie gelingen kann, die Integration – wie „wir das schaffen“ können.

«Ich habe manchmal auch Angst angesichts dessen, was gerade auf der Welt passiert. Ich würde lügen, wenn ich sagte, Integration sei ein Selbstläufer. Vor allem aber bin ich ernüchtert angesichts derer, die sich von ihren Sorgen lähmen lassen. Die maulen statt machen. Die vom Scheitern quatschen, während sie zum Gelingen beitragen könnten. Warum vermitteln all jene, die jetzt Angst um unsere westlichen Werte haben, genau diese Werte nicht?! Wann, verdammt, war die Chance zu einer Neuerfindung der Welt größer als jetzt?»

---