Guten Tag, ,

unser Newsletter beginnt heute mit einem Interview mit dem Neu-Ellerbeker Mhd Osama Alrabbat aus Damaskus. Außerdem laden wir Sie ein, einen Blick hinter die Kulissen unserer Kleiderkammer zu werfen. Weitere Themen sind: ein Bericht über die Informationsveranstaltung des Bürgermeisters am 17. März, gespendete Gartengeräte und ein Gewinn von 10.000 Euro für Pastor Gunnar Urbach. 

Starten Sie gut in den Frühling!
Das Kommunikationsteam von ELLERBEK HILFT schickt Ihnen
sonnige Grüße

Mhd Osama Alrabbat (rechts) mit seinen Freunden Abdullah Moumen (Mitte) und Iyad Isper, der als freiwilliger Helfer beim Diakonieverein Migration in Pinneberg tätig ist

“Ich wünsche mir eine Ausbildung und ein Leben in Frieden mit meiner Familie”

In unserer Gemeinde leben inzwischen 41 Geflüchtete. Die meisten von uns Alt-Ellerbekern haben bisher wenig oder gar keinen Kontakt zu unseren neuen Nachbarn und wissen kaum etwas darüber, wie sie ihren Alltag gestalten und was sie beschäftigt. Wir haben Mhd Osama Alrabbat getroffen. Er ist 31 Jahre alt, kommt aus Damaskus in Syrien und lebt seit zwei Monaten in Ellerbek. Was bewegt ihn, was wünscht er sich für die Zukunft? Wir haben ihn gefragt.

Seit wann sind Sie in Deutschland, und wo haben Sie gewohnt, bevor Sie nach Ellerbek kamen?
Ich bin seit zehn Monaten in Deutschland und habe in Prisdorf gewohnt, bevor ich nach Ellerbek umgezogen bin.

Sind Sie allein oder mit Ihrer Familie hergekommen?
Ich bin zusammen mit meinem Bruder gekommen. Meine Frau und meine beiden Töchter - die große ist drei Jahre, die kleine zehn Monate alt - warten noch auf ihr Visum und reisen dann auch aus Syrien nach Deutschland aus.

Welchen Beruf haben Sie in Ihrer Heimat ausgeübt?
In Damaskus habe ich Elektrotechnik studiert und neben dem Studium ein Elektrogeschäft betrieben. Dort habe ich Lampen, Haushaltsgeräte und andere elektrische Geräte verkauft.

Was möchten Sie in Deutschland gern beruflich tun?
Am liebsten würde ich dem Fachgebiet meines Studiums treu bleiben und eine Ausbildung im Bereich Elektrotechnik, zum Beispiel kombiniert mit Informatik, machen. 

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Vom festlichen Kleid bis zum Bench-Sweater ist alles dabei - Johanna Schumann, Elke Schnelle, Elke Stern und Jutta Oppermann (v.l.n.r.) vom Kleiderkammer-Team zeigen die Vielfalt der Spenden

Von Taucherflossen und Hackenporsche - ein Besuch in der Kleiderkammer

Wer schon einmal in der Kleiderkammer war, kennt dieses Bild: eine riesige Auswahl an Pullovern, Hemden, Kleidern, Hosen, Schuhen, Mänteln, Jacken, Mützen, Handschuhen in allen erdenklichen Farben, gut geordnet nach Damen/Herren/Kindern und nach Größen. Eine Fundgrube für Geflüchtete auf der Suche nach Kleidung und Hausrat. Seit November letzten Jahres betreibt unsere Initiative die Annahme- und Ausgabestelle für Hausrat- und Kleiderspenden im Clubraum am Rugenbergener Mühlenweg. Wir haben dem Team über die Schulter geschaut und mit Elke Schnelle und Johanna Schumann gesprochen.

Was war Eure Motivation, Euch bei ELLERBEK HILFT zu engagieren?
Uns war klar, dass ohne Ehrenamtliche der Wunsch unserer Kanzlerin ‘Wir schaffen das’ nicht machbar ist. Außerdem half uns unsere christliche Einstellung zur Nächstenliebe.”

Habt Ihr in Euren Berufen mit Bekleidung oder Logistik zu tun? Falls nicht: Warum habt Ihr Euch für die Kleiderkammer entschieden?
Ein Mitglied unserer Gruppe ist gelernte Schneiderin. Für alle anderen war dieser Bereich Neuland. Neben der Kleiderkammer engagieren sich einige von uns auch beim Willkommen-Team, als Lotsen und beim Deutschunterricht. In der Kleiderkammer treffen wir ‘unsere’ Flüchtlinge wieder und haben so bereits einen Draht zu ihnen. Auch der persönliche Kontakt zu den vielen Spendern motiviert uns.”

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Sie präsentierten ihre Initiative ELLERBEK HILFT den Bürgern: Johannes Dahmlos, Uwe Watteroth, Marlis Braun, Jörg Schnelle und Ingrid Meyer-Haupthoff (v.l.n.r.), hier zusammen mit Bürgermeister Günther Hildebrand

Deutschkurs, Lotsendienst, Begrüßungskomitee - Berichte aus dem Alltag der HelferInnen

Anlässlich der zweiten Informationsveranstaltung rund um das Thema "Flüchtlinge in Ellerbek" hatte das ELLERBEK-HILFT-Team Gelegenheit, den anwesenden etwa 80 Gästen einige Kernbereiche der Initiative vorzustellen. Die Resonanz war durchweg positiv.

Fast genau sechs Monate sind seit der ersten Informationsveranstaltung zum Thema "Flüchtlinge in Ellerbek" vergangen. Der Andrang war riesig, als Bürgermeister Günther Hildebrand am 24. September 2015 über die anstehenden Veränderungen informierte. Keine zwei Wochen später gründete sich die bürgerliche Initiative ELLERBEK HILFT.

Gestern Abend stellten wir auf Einladung des Bürgermeisters den Gästen der zweiten, wiederum sehr gut besuchten Informationsveranstaltung unsere Aktivitäten vor. Im Kulturtreff konnten sich die Ellerbeker Bürger ein Bild vom Alltag der HelferInnen machen und zum Beispiel erfahren, warum die Paten in Ellerbek Lotsen heißen und welche Hilfestellungen sie ihren Schützlingen geben. Oder

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Job-App für Flüchtlinge gewinnt 10.000 Euro

Job-App für Flüchtlinge gewinnt 10.000 Euro Seine Idee für eine App, mit der Flüchtlinge sich selbst einen Job suchen können (wir berichteten), hat überzeugt. Pastor Gunnar Urbach aus Norderstedt hat 10.000 Euro Fördergeld bei der "Google Impact Challenge" gewonnen. Das Technologie-Unternehmen unterstützt mit dem Wettbewerb Initiativen, die sich gesellschaftlich engagieren. Nun geht es für ihn an die Detailarbeit; die mehrsprachige App …

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Da lacht das Hobbygärtnerherz: Mit Spaten, Besen, Schaufel & Co. vertreiben wir die Spuren des Winters

Der Frühling kann kommen

Da lacht das Hobbygärtnerherz: Mit Spaten, Besen, Schaufel & Co. wollen wir die Spuren des Winters vertreiben. Rainer Stoldt hat uns diese Gartengeräte überlassen, die er aus Auflösungen gesammelt und teilweise instand gesetzt hat. Nun steht dem Bestellen der Gärten nichts mehr im Weg.

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